Linz-Steg belegt nach Thriller Platz sieben, 2:3-Niederlage gegen Innsbruck
Das Entscheidungsspiel im unteren Halbfinale der AVL Women zwischen ASKÖ Linz-Steg und TI-panoramabau-Volley wäre eigentlich ein Fall für das Hauptabendprogramm am Sonntagabend gewesen und hätte alle Zutaten für einen Folge des Tatort aufzuweisen gehabt. So gelingt Linz-Steg nach einem 0:2-Rückstand der Satzausgleich. Im Tie-Break liegen die Linzerinnen stets in Front, bevor der Sieg doch nach Tirol geht. Mit der 2:3-(19:25,21:25,25:19,25:22,13:
Trainer Siller: „Haben Chance leider nicht genutzt“
Kurz nach 20.00 Uhr ist die Saison 2015/2016 für ASKÖ Linz-Steg am Sonntagabend beendet. In einem über zweistündigen Volleyball-Marathonmatch müssen sich die Linzerinnen TI-panoramabau-Volley mit 2:3 geschlagen geben und belegen damit Platz sieben.
Die Geschichte des Spiels weist hohes Thriller-Potential auf, den Fans wird von den beiden Teams ein abwechslungsreiches und spannendes Match geboten.
Zu Beginn startet Linz-Steg, ähnlich wie am Samstagabend in Innsbruck, mit vielen leichten Fehlern während die Tirolerinnen ihreChancen eiskalt verwerten. Am Satzende können sie sich entscheidend absetzen und gehen in Führung. Ab der Mitte des zweiten Satzes wacht Linz-Steg allerdings auf und zeigt fortan eine kämpferisch starke Leistung. Obwohl der zweite Satzverlust nicht verhindert werden kann, können die Linzerinnen den Schwung in den dritten Durchgang mitnehmen und rasch auf 1:2 verkürzen.
Im vierten Satz sieht es lange Zeit nach einer Vorentscheidung zu Gunsten der Innsbruckerinnen aus, ehe Linz-Steg noch einmal zurückkommt und auf 2:2 stellt.
Der Tie-Break beginnt aus Linzer Sicht ebenfalls perfekt. Mit 4:0, 9:5, 10:16 und 13:12 liegt Linz-Steg den gesamten Satz in Front. Eben beim Stand von 13:12 bleibt die Chance auf den ersten Matchball ungenutzt. Im Gegenzug geht Innsbruck erstmals in Führung und verwertet den ersten Matchball mit einem Servicewinner.
Trainer Siller resümiert: „Einerseits muss ich der Mannschaft für das heutige Comeback ein Kompliment aussprechen. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, warum es fast zwei Sätze gedauert hat, bis wir den richtigen Kampfgeist gezeigt und ins Spiel gefunden haben. Im Tie-Break ist natürlich immer alles möglich. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass wir bis 13:12 alle Trümpfe in der Hand hatten und die Chance nicht genutzt haben.“
Ende einer verrückten Saison
Die verrückte Saison 2015/2016 ist für Linz-Steg damit rund zwei Wochen früher als erwartet beendet. Dass die Linzerinnen schlussendlich Platz sieben belegen, darf getrost als große Enttäuschung bezeichnet werden. Erst recht nach dem tollen Grunddurchgang und Platz zwei.
Dass sich die AVL Women heuer ausgeglichener denn je gestaltet hat und die Ergebnisse des Grunddurchgangs offensichtlich wenig bedeutsam waren, unterstreichen die jüngsten Playoff-Resultate. Linz-Stegs Viertelfinalgegner VC Tirol (7. im Grunddurchgang) steht nach einem 2:1-Sieg gegen Klagenfurt (3.) erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale. Salzburg (4.) musste sich im Viertelfinale Graz (5.) geschlagen geben. Einzig Meister SVS Post präsentierte sich bislang souverän.
Aus Sicht von Linz-Steg verliefen vor allem die Playoffs denkbar schlecht. Vier von fünf Matches gingen verloren. Damit eng verbunden ist allerdings der 25. Februar, der als der vermeintliche Schicksaltags der Saison 2015/2016 bezeichnet werden darf. Eine Woche vor dem Beginn der Playoffs verletzte sich Libera Sarah Berger schwer am Knie – es entstand eine nicht zu schließende Lücke im Teamgefüge. „Man kann erst jetzt erahnen, wie wichtig Sarah für die Mannschaft im Grunddurchgang war. Natürlich hatten wir auch ohne sie unsere Chancen. Die Voraussetzungen haben sich nach ihrer Verletzung allerdings klar geändert. Es ist wirklich schade, dass wir zwei Saison hintereinander in der entscheidenden Meisterschaftsphase so großes Verletzungspech hatten. Letztlich haben wir jeweils knapp sechs Monate fast alles richtig gemacht und haben dann innerhalb von wenigen Tagen/Wochen ein besseres Resultat verpasst“, zeigt sich Manager Andreas Andretsch enttäuscht.
AVL Women, Unteres Halfinale, Spiel 3
ASKÖ Linz-Steg – TI-panoramabau-Volley 2:3 (19:25,21:25,25:19,25:22,13:
Janeckova 21, Gowan 20











