LINZ AG Steelvolleys wollen in Top Drei und in ein Finale
Anlässlich des bevorstehenden Saisonstarts am kommenden Samstag luden die LINZ AG Steelvolleys am Dienstag zu einem Pressegespräch ins Olympiaforum des Olympiazentrums Oberösterreich. Im Mittelpunkt stand der Ausblick auf die Saison, die offizielle Vorstellung des neuen Trainers Radek Krpac sowie des neuen Teams.
Trainer Krpac: „Damen wissen mittlerweile, worauf ich Wert lege“
Wie gewohnt, gibt es am Anfang jeder neuen Saison viele Fragezeichen. Auch bei den LINZ AG Steelvolleys, die nicht nur einen neuen Trainer, sondern auch zahlreiche neue Spielerinnen im Team haben.
Bei genauerer Betrachtung sind es allerdings gar nicht so viele. Die tschechische Mittelblockerin Silvie Pavlova kehrt nach drei Jahren nach Linz zurück und soll im Team für Routine sorgen. Mit Teresa Briefenender, Julie Korkmaz und Ena Camdzic rücken drei Spielerinnen aus dem 2. Bundesligateam ins „Damenteam“ auf.
Wirklich neu in Linz sind damit nur Viktoria Graf (Bisamberg/Hollabrunn), Maria Petkova (BUL), Kristine Leskinovica (LAT). Ganz frisch zum Team gestoßen, ist am Freitag außerdem noch die japanische Libero Haruka Sugimoto.
Aus dem letztjährigen Kader sind die fünf Österreicherinnen Carmen Raab, Sophia Deisl, Anja Renoldner, Jana Gärtner und Hannah Hörtenhuber weiter im Team.
In den vergangenen zwei Monaten hatte Trainer Krpac viel Zeit, um sich ein Bild von seinem neuen Team zu machen. Der September stand ganz im Zeichen von mehreren Testspielen bzw. -Turnieren. Mit der Entwicklung des Teams zeigt sich der Tscheche bislang sehr zufrieden: „Natürlich hat man am Anfang gemerkt, dass sich die Abläufe mit einem neuen Trainer und einigen neuen Spielerinnen erst einspielen müssen. Mittlerweile wissen die Damen aber glaube ich schon ziemlich gut, wie ich ticke und worauf ich im Training und bei den Matches Wert legen. Alle zusammen freuen wir uns, wenn es am Samstag endlich ernst wird.“
Nationalteamspielerin Carmen Raab: „Einstieg ist mir leicht gefallen“
Mit rund einem Monat Verspätung sind die drei Nationalteamspielerinnen Carmen Raab, Jana Gärtner und Silvie Pavlova nach einer kurzen Pause erst Anfang September ins Vereinstraining eingestiegen. Alle drei waren bis dahin bei der Damen-EM beschäftigt.
Für Carmen Raab (20 Jahre alt, Anm.) war keine lange Eingewöhnung notwendig. Die Linzerin spielt seit ihrem zehnten Lebensjahr für die LINZ AG Steelvolleys. „Ich habe natürlich schon vorab mit den anderen Spielerinnen gesprochen und mich nach möglichen Veränderungen mit dem neuen Coach erkundigt. Da kamen eigentlich nur positive Dinge. Insofern hat es dann auch schon eine gewisse Vorfreude darauf gegeben, die neuen Spielerinnen und den Trainer besser kennenzulernen. Der Einstieg ist mir leicht gefallen.“
Nachsatz Raab: „Nach mehreren Monaten beim Nationalteam ist es auch schön, wieder im eigenen Bett aufzuwachen.“
Obmann Christoph Hemmelmayr: „Wir werden sehen, wie sich die Meisterschaft entwickelt“
Die sportlichen Erwartungen sieht der Obmann der LINZ AG Steelvolleys ähnlich wie in der vergangenen Saison. „Wir wollten ein Finale erreichen und es in die Top drei der Meisterschaft schaffen. Mit dem Cuptitel haben wir ein Ziel erreicht bzw. sogar übertroffen. Dafür hat es in der Meisterschaft knapp nicht für die Top drei gereicht. Die Halbfinalserie war bekanntlich nichts für schwache Nerven (Niederlage im Entscheidungsspiel, Anm.). Ich bin optimistisch, dass wir heuer beide Ziele erreichen können.“
Eine konkrete Einschätzung, wie das Team im Vergleich mit den neun Ligakonkurrenten liegt, fällt aktuell freilich noch schwer: „Wir werden sehen, wie sich die Meisterschaft entwickelt. Wirklich abgerechnet, wird (abgesehen vom Cup, Anm.) sowieso erst in den Playoffs. Letzte Saison sind wir als Erster in die Playoffs gegangen und haben die Meisterschaft als Vierter beendet. Ich glaube daran, dass wir viel Verbesserungspotential im Team und auch den richtigen Coach dafür haben.“
Mit einer Ausnahme sind die Gegnerinnen die gleichen wie in der vergangenen Saison. Nach dem freiwilligen Abstieg des PSV Salzburg, hat das Tiroler Team Inzing den Liga-Startplatz übernommen. Je einmal geht es nach Wien (Sokol/Post) und Kärnten (Wildcats Klagenfurt). Dreimal nach Niederösterreich (St. Pölten, Purgstall, Bisamberg) und die Steiermark (Graz, Eisenerz, Hartberg).
LINZ AG Steelvolleys bestreiten drei Bewerbe
Neben der Austrian Volley League Women gibt es für die Linzerinnen noch zwei weitere Titelchancen. Am 16. Oktober treffen sie im Supercup in Graz auf den letztjährigen Meister VB NÖ Sokol/Post. Ende des Jahres startet der Austrian Volley Cup.
Der Grunddurchgang der Liga wird am 20. Februar abgeschlossen. Nach dem Pokalfinal-Wochenende beginnen Anfang März die Playoffs.
Erstmals Heim-Doppel der Damen und Herren
Nachdem das Herrenteam der LINZ AG Steelvolleys im Mai den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hat, wird es in dieser Saison mehrere gemeinsame Heim-Doppel bzw. sogar -Triples (2. Bundesliga Damen, Anm.) in der SMS Linz-Kleinmünchen geben. Die Herren starten am 3. Oktober mit dem Spiel gegen den Raiffeisen VC Wolfurt.












